Winterdienst

In Mecklenburg Vorpommern betreuen 25 Straßenmeistereien der Straßenbauverwaltung ein Netz von mehr als 1900 Kilometer Bundesstraßen und etwa 3300 Kilometer Landesstraßen. Hinzu kommen aufgrund einer Verwaltungsvereinbarung weitere 1250 Kilometer Kreisstraßen. Für die 578 Kilometer Autobahnen im Land ist seit dem 1. Januar 2021die Autobahn GmbH des Bundes zuständig.

Die Meistereien sorgen nach besten Kräften dafür, dass autobahnähnliche Straßen, wie der Rügenzubringer B 96 und der Westanbinder Rostock B 103, rund um die Uhr befahrbar bleiben. Für andere wichtige Straßen des überörtlichen Verkehrs soll die Befahrbarkeit zwischen 6 und 22 Uhr gewährleistet werden. So sieht es das bundesweit gültige „Anforderungsniveau Winterdienst“ vor. Die Einsätze der Straßenmeistereien beginnen deshalb bereits morgens ab 3 Uhr, um einsetzende Glätte, Schnee oder Reif vor dem Beginn des Berufsverkehrs beseitigen zu können.

Der Winterdienst kann jedoch nicht absichern, dass die Straßen komplett schnee- und eisfrei sind. Jede Verkehrsteilnehmerin und jeder Verkehrsteilnehmer muss deshalb im Winter mit Glätte rechnen und sollte seine Fahrweise darauf einstellen.

Winterdienst in Zahlen

  • In den Hallen und Silos lagern bis zu 24.470 Tonnen Streusalz.
  • Insgesamt stehen 352 Fahrzeuge für den Winterdienst zur Verfügung.
  • Zusätzlich sind fast 120 Kilometer Schneezäune vorhanden, um Straßen und Radwege vor Schneeverwehungen zu schützen.
  • Mehr als 550 Beschäftigte in den Meistereien sind im Winterdienst zum Teil im Mehrschichtbetrieb tätig.

Winterdienst braucht Wetterdienst

Der Winterdienst benötigt gute und verlässliche Wettervorhersagen, um bereits vor dem Schnee und der Glätte vor Ort zu sein. Die Straßenbauverwaltung Mecklenburg-Vorpommern nutzt dafür das Straßenzustands- und Wetter-Informationssystem (SWIS) des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dieser sendet regionale Prognosen und Wetterwarnungen. 45 Glättemeldeanlagen im Straßennetz Mecklenburg-Vorpommerns liefern zudem zusätzliche Daten (wie Untergrund- und Lufttemperatur sowie Luft- und Fahrbahnfeuchte). Anhand dieser Informationen und der in den Meistereien vorliegenden Erfahrungen können die Einsätze in den Meistereien gezielt geplant werden, um möglichst präventiv zu handeln.