Vereinbarung zur Herrenseebrücke  

Straßenbauamt Neustrelitz nimmt Arbeit umgehend auf

Nr.03/26  | 30.01.2026  | SBA NZ  | Straßenbauamt Neustrelitz

Die Stadt Waren (Müritz) und das Straßenbauamt Neustrelitz haben eine Grundsatzvereinbarung geschlossen, um die Herausforderung an der Herrenseebrücke in Waren (Müritz) (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gemeinsam anzugehen und die jeweiligen Ressourcen zielgerichtet einzusetzen.

Angesichts der aktuellen Sachlage und der Bedeutung des Bauwerkes haben sich alle Beteiligten auf eine zeitkritische Verzahnung der nächsten Schritte geeinigt. Während die Stadt Waren (Müritz) bereits die konkrete Untersuchung der Brückenschäden beauftragt hat, wird das Straßenbauamt Neustrelitz nun unverzüglich die Planung für einen eventuell erforderlichen Abbruch der Brücke einleiten.

„Wir müssen handlungsfähig bleiben“, erklärten Vertreter der Stadt Waren (Müritz) und des Straßenbauamtes Neustrelitz. Die Planung des Abbruchs erfolgt rein vorsorglich, damit im Falle einer kurzfristigen Notwendigkeit sofort agiert werden kann. Dabei müssen insbesondere die engen Zeitfenster und Sperrpausen der Deutschen Bahn AG berücksichtigt werden.

Alle Beteiligten unterstrichen, dass die jetzige Vereinbarung das Fundament für die langfristige Lösung darstellt. Es ist wahrscheinlich, dass das Ergebnis der Sonderprüfung entweder den kurz- oder langfristigen Ersatzneubau für die Herrenseebrücke bedeutet. In beiden Szenarien trägt die heute geschlossene Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Land dazu bei, die Planungen um den Ersatzneubau zu beschleunigen.

Zum Hintergrund:

An der Herrenseebrücke wurden durch reguläre Intervallbrückenprüfungen Schädigungen festgestellt, welche letztendlich zur Sperrung der Brücke am 28. November 2025 führten. Ein plötzliches Versagen wird aktuell für wenig wahrscheinlich gehalten. Derzeitig erfolgen Sonderprüfungen und ein Monitoring des Brückenbauwerkes, um genauere Informationen über das Bauwerk und den verbauten Spannstahl zu erhalten.

Die Herrenseebrücke wurde als Überführungsbauwerk über die B192 und die Gleisanlage (Rostock-Berlin) der DB AG in den Jahren 1974 bis 1976 erbaut. In den Jahren 1997 bis 1999 fand eine grundhafte Erhaltungsmaßnahme statt.