L 11: Ersatzneubau der Brücke in Langhagen

63 Jahre altes Bauwerk wird durch Neubau ersetzt

Nr.6/26  | 24.02.2026  | SBA HST  | Straßenbauamt Stralsund

Das Straßenbauamt Stralsund plant den Ersatzneubau der Brücke im Zuge der Landesstraße 11 in Langhagen (Rostock) über die Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde. Das 63 Jahre alte Bauwerk befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Eine Instandsetzung ist nicht wirtschaftlich. Zudem muss die Brücke an heutige Anforderungen der Tragfähigkeit angepasst werden. Hintergrund ist der hohe Anteil an Schwerverkehr: Die L 11 verbindet unter anderem das Kieswerk und die Bodenwaschanlage direkt mit der Autobahn A 19.

Im Vorfeld führt die Deutsche Bahn AG (DB AG) von Dienstag, 24. Februar 2026, bis Donnerstag, 26. Februar 2026, in drei aufeinanderfolgenden Nächten Sicherungsmaßnahmen am Bauwerk durch. Dafür wird die L 11 im Bereich der Brücke jeweils nachts voll gesperrt. Die Sperrung wurde durch die DB AG bei der zuständigen Verkehrsbehörde des Landkreises Rostock beantragt.

Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die Verkehrsführung angepasst. Um die Dauerhaftigkeit des bestehenden Bauwerks bis zum Ersatzneubau zu gewährleisten, wird der Verkehr künftig einspurig über die Brücke geführt. Eine aktuelle Bauwerksuntersuchung empfiehlt, sich begegnenden Lkw-Verkehr auf der Brücke auszuschließen. Aufgrund der vergleichsweise geringen Verkehrszahlen in diesem Abschnitt sind keine wesentlichen Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses zu erwarten.

Der Ersatzneubau befindet sich derzeit in der Ausschreibung. Die Vergabe der Bauleistungen ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Mit dem Baubeginn wird nach derzeitigem Stand Mitte 2026 gerechnet. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich rund eineinhalb Jahre. Die konkreten Termine werden nach der Vergabe bekannt gegeben.

Die neue Brücke wird in Parallellage neben dem bestehenden Bauwerk errichtet. So kann der Verkehr während der Bauzeit weitgehend über die vorhandene Brücke geführt werden – für Fahrzeuge ebenso wie für Fußgängerinnen und Fußgänger. Lediglich zwei kurze Vollsperrungen von jeweils etwa einer Woche sind voraussichtlich in den Winterferien 2027 sowie in den Herbstferien 2027 erforderlich.

Nach Fertigstellung wird der Verkehr auf die neue Brücke verlegt. Anschließend wird das alte Bauwerk zurückgebaut.

Neben dem Brückenneubau umfasst die Maßnahme auch Straßenbauarbeiten, Anpassungen an Bahnanlagen, den Bau eines Gehweges einschließlich Beleuchtung sowie Artenschutzmaßnahmen und Baumpflanzungen. Die Gesamtmaßnahme ist derzeit von Mai 2026 bis voraussichtlich Januar 2028 geplant.