B 103: Bau der Behelfsumfahrung in Plau am See beginnt
Behelfsbrücke hält den Verkehr während des späteren Ersatzneubaus aufrecht
Das Straßenbauamt Schwerin plant, am Montag, 12. Oktober 2026, mit dem Bau einer Behelfsumfahrung an der B 103 in Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim) zu beginnen. Die Behelfsumfahrung schafft die Voraussetzung dafür, die bestehende Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße später durch einen modernen und tragfähigen Neubau zu ersetzen und die Verkehrsverbindung dauerhaft zu erhalten.
Die 1976 errichtete Brücke weist fortgeschrittene Schäden am Spannstahl auf. Eine Instandsetzung ist aus technischen Gründen nicht möglich. Deshalb soll das bestehende Bauwerk zurückgebaut und an gleicher Stelle durch eine neue Brücke ersetzt werden.
Damit der Verkehr währenddessen aufrechterhalten werden kann, entsteht zunächst eine Behelfsumfahrung mit einer rund 100 Meter langen einspurigen Behelfsbrücke. Dazu gehören außerdem Erd- und Straßenbauarbeiten, eine Stützwand sowie eine neue Zufahrt zum Wasserwanderrastplatz. Derzeit werden bereits Trinkwasser- und Stromleitungen verlegt, um das Baufeld vorzubereiten.
B 103 bleibt einspurig befahrbar
Die B 103 bleibt während der Arbeiten einspurig befahrbar. Der Verkehr wird weiterhin wechselseitig mit Ampelregelung über die Brückenmitte geführt. Damit wird die geschädigte Brücke entlastet.
Der Radweg ist im Baustellenbereich bis zur Verkehrsfreigabe der Behelfsumfahrung im August 2027 gesperrt. Der Radverkehr wird über das städtische Wegenetz und die Hubbrücke umgeleitet.
Die Dammstraße soll Anfang November 2026 gesperrt werden. Zuvor wird die neue Zufahrt von der B 103 zum Wasserwanderrastplatz fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben. Damit bleiben der Wasserwanderrastplatz und die Bootshäuser jederzeit erreichbar. Die Dammstraße bleibt anschließend bis zum Rückbau der Behelfsumfahrung nach Verkehrsfreigabe der neuen Brücke gesperrt.
Auch die Straße „An der Metow“ wird im Bereich der Brücke voraussichtlich noch im Oktober 2026 gesperrt. Alle Anlieger und Ziele bleiben erreichbar. Westlich der Brücke erfolgt die Zufahrt über das städtische Straßennetz, östlich über den Busparkplatz. Die Sperrung bleibt ebenfalls bis zum Rückbau der Behelfsumfahrung nach Verkehrsfreigabe der neuen Brücke bestehen.
Im Mai 2027 soll die Behelfsbrücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße eingeschoben werden. Die Verkehrsfreigabe der Behelfsumfahrung ist für August 2027 geplant. Auch auf der Behelfsbrücke wird der Verkehr einspurig und wechselseitig mit Ampelregelung geführt. Ab Oktober 2027 soll die bestehende Brücke zurückgebaut werden.
Die Baukosten für die Behelfsumfahrung betragen rund vier Millionen Euro und werden vom Bund getragen. Mit der Ausführung der Arbeiten wurde die Echterhoff Bau GmbH Dessau beauftragt.
Das Straßenbauamt Schwerin bittet um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen. Die Arbeiten werden so geplant, dass unvermeidbare Belastungen, insbesondere durch Baulärm, möglichst gering bleiben.
