Straßenwärterinnen und Straßenwärter werben landesweit für mehr Respekt im Straßenverkehr

Kampagnenmotiv „Ich bin Familienvater. Nimm Rücksicht!“ mit Straßenwärter in orangefarbener Schutzkleidung und zwei Kindern vor einem Arbeitsfahrzeug. Hashtag: „#Respekt für StraßenwärterInnen“.Details anzeigen
Kampagnenmotiv „Ich bin Familienvater. Nimm Rücksicht!“ mit Straßenwärter in orangefarbener Schutzkleidung und zwei Kindern vor einem Arbeitsfahrzeug. Hashtag: „#Respekt für StraßenwärterInnen“.

Die Kampagne „Respekt für StraßenwärterInnen“ zeigt die Menschen hinter der Warnweste und ruft zu mehr Rücksicht, Abstand und Aufmerksamkeit auf.

Die Kampagne „Respekt für StraßenwärterInnen“ zeigt die Menschen hinter der Warnweste und ruft zu mehr Rücksicht, Abstand und Aufmerksamkeit auf.

Mit einer landesweiten Plakatkampagne wirbt die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern für mehr Rücksicht und Respekt gegenüber Straßenwärterinnen und Straßenwärtern. Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute gemeinsam mit Beschäftigten der Straßenmeistereien den offiziellen Start der Kampagne an der B 321 bei Viez (Landkreis Ludwigslust-Parchim) gegeben. In den kommenden Wochen werden die Motive an rund 120 Standorten im Land zu sehen sein.

„Unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter sorgen Tag für Tag dafür, dass wir sicher unterwegs sein können - oft unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen. Mit dieser Kampagne machen wir deutlich: Hinter der orangefarbenen Warnkleidung stehen Menschen, die unseren Respekt verdienen. Wer Tempo reduziert, Abstand hält und Absperrungen beachtet, trägt zu ihrer Sicherheit bei“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Straßenwärterinnen und Straßenwärter arbeiten täglich im unmittelbaren Verkehrsraum und sind dabei besonderen Gefahren ausgesetzt. Überhöhte Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver oder missachtete Absperrungen gefährden ihre Sicherheit immer wieder. Mit der neuen Kampagne setzt die Straßenbau- und Verkehrsverwaltung Mecklenburg-Vorpommern ab sofort ein deutliches Zeichen für Respekt im Straßenverkehr. So soll der Blick der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf die Menschen hinter der Warnkleidung gelenkt werden.

Wenn Straßen gesperrt oder Umleitungen eingerichtet werden müssen, führt das bei Pendelnden oft zu Frust. „Wir können den Ärger über Staus und Zeitverlust nachvollziehen“, sagt der Direktor des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Dr. René Firgt. „Aber unsere Kolleginnen und Kollegen machen dort draußen ihren Job – und zwar einen lebenswichtigen. Sie sorgen dafür, dass unsere Straßen sicher und intakt bleiben. Deshalb haben sie unseren Respekt verdient.“

Für die Kampagne wurden bewusst keine Agenturfotos verwendet. Stattdessen zeigen die Plakate echte Beschäftigte der Straßenmeistereien Gadebusch, Kröpelin und Teterow in ihrem Arbeitsalltag. Mit Botschaften wie „Ich sehe dich nicht – Fuß vom Gas!“, „Ich bin Familienvater – Nimm Rücksicht!“ oder „Ich höre dich nicht – Tempo runter!“ machen sie auf die Gefahren ihres Berufs aufmerksam und werben für mehr Verständnis.

„Viele vergessen, dass hinter der Warnweste ein Mensch steht. Wenn Fahrzeuge mit 80 km/h nur zentimeterweit an uns vorbeirasen oder wir wüst beschimpft werden, weil eine Umleitung nötig ist, macht das was mit einem. Wir hoffen, dass die Plakate die Leute zum Nachdenken bringen“, erklärt Thomas Berger Straßenwärter bei der Straßenmeisterei Gadebusch.

Die Kolleginnen und Kollegen der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung berichten, dass die Anfeindungen verletzender werden und spürbar zugenommen haben. Das Missachten von Baustellenampeln oder das unerlaubte Durchfahren von gesperrten Bereichen – wie etwa frisch asphaltierten Abschnitten oder engen Verbindungswegen, gefährdet nicht nur die Straßenwärter, sondern auch die Verkehrsteilnehmer selbst.

Gemeinsame Aktion mit der Landesverkehrswacht

Die Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Kampagne #RespektfürStraßenwärterInnen. Der Verein appelliert seit vielen Jahren mit seinen Plakataktionen in Alleen für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr. „Je höher die gefahrene Geschwindigkeit, desto wahrscheinlicher ist ein Unfall und desto schwerer sind die Unfallfolgen“, informiert Wilfried Kapischke, Vizepräsident der Landesverkehrswacht. „Außerorts sind es bei 100 km/h rund 80 m, bis ein Fahrzeug bei trockener Fahrbahn zum Stehen kommt. Sekunden, die für Straßenwärter über Leben oder Tod entscheiden. Sie sind während ihrer Tätigkeit auch zu Fuß im Straßenraum unterwegs und daher besonders gefährdet. Den Fuß vorausschauend vom Gas zu nehmen, sollte für jeden Verkehrsteilnehmer daher selbstverständlich sein.“

Gemeinsam mit der Straßenbau- und Verkehrsverwaltung soll die Kampagne zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt auffordern. Darüber hinaus steht die Kampagne auch stellvertretend für alle Menschen, die im Verkehrsraum Straße ihre tägliche Arbeit verrichten, damit alle sicher ankommen. Die Plakate werden in den kommenden Wochen flächendeckend an den Hauptverkehrsrouten sowie im Umfeld größerer Baustellen zu sehen sein.

Kampagnen-Plakate